Der Rat für die Künste – Zum Selbstverständnis

Der Rat für die Künste vertritt als gewähltes unabhängiges Gremium die Berliner Kultur. Die Mitglieder des Rates sind vierundzwanzig Persönlichkeiten, zu denen sowohl Kulturschaffende bekannter Berliner Kulturinstitutionen als auch freischaffende Künstler_innen gehören. Der Rat für die Künste berät über alle anstehenden kulturellen Fragestellungen, versteht sich als Vermittler zwischen Politik und kultureller Praxis und gibt Anstöße für zukünftige Entwicklungen im Interesse der Kultur in der Stadt und der in ihr lebenden Menschen. 
Die Mitglieder des Rats entscheiden täglich vor Ort über die kulturelle Zukunft der Stadt Berlin. Der Rat für die Künste versteht Kultur nicht als dekorative Zugabe, sondern als Trainingszentrum für den Sozialisationsgrad der Gesellschaft. Seine Selbstorganisation ermöglicht ein vielseitig abgestimmtes, schnelles Reagieren. Politiker_innen und Verantwortliche in Regierung und Verwaltung sehen ihn als Gesprächspartner für Interessen der Kulturinstitutionen, der Kulturschaffenden sowie der Künstlerinnen und Künstler. 
Der Rat für die Künste existiert seit 1994. Auf seine Initiative wurden u.a. der Hauptstadtkulturfonds und der Projektfonds Kulturelle Bildung etabliert. 2010 führte er die Forderung nach einer City Tax ein und einer neuen Liegenschaftspolitik. Schwerpunkte der kommenden Jahre sind die Förderung kultureller Vielfalt und der kulturellen Bildung, die Konsolidierung der Kunstszene, die Liegenschaftspolitik und die Verteilung der City Tax zugunsten der Berliner Kultur. In seiner Vollversammlung am 04.04.2016 wurde der neue Rat für die Künste für die Wahlperiode 2016-2017 gewählt. Ca. 450 Vertreter_innen von Institutionen, Kultureinrichtungen, freien Projekten und Künstlerinnen und Künstler waren anwesend.