22.04.2008:
Verfassung

§1
Der Rat für die Künste ist die gewählte Interessenvertretung der in Berlin im Kulturbereich aktiv tätigen kulturellen und künstlerischen Institutionen, Gruppen, Formationen und der Kulturwirtschaft gegenüber Land, Kommune und Bund. Er besteht aus 19 gewählten Ratsmitgliedern, die in leitender Funktion die gesamte kulturelle Landschaft Berlins und ihre Verfasstheit (Staatsbetrieb, institutionell geförderte Einrichtungen, freie Formationen, Kulturwirtschaft) repräsentieren, und maximal 5 berufenen Einzelpersonen. Der Rat für die Künste befasst sich mit allen relevanten, das kulturelle Leben Berlins betreffenden Fragen, sucht die Öffentlichkeit und berät die Politik und andere gesellschaftliche Gruppen in Bund, Land und Kommune. Der Rat für die Künste hat seinen Sitz in Berlin und tagt an wechselnden Orten.

§2
Die Gremien des Rates für die Künste sind:
1. Die Vollversammlung aller Kulturschaffenden in Berlin
2. Der Rat der gewählten Mitglieder (Rat für die Künste)
3. Die zwei Sprecher des Rates für die Künste.

§3
Wahl und Arbeitsweise des Rates für die Künste
Die Wahl der Ratsmitglieder des Rates für die Künste erfolgt aller zwei Jahre auf Vorschlagsbasis durch die Vollversammlung aller Kulturschaffenden.
Ein Ratsmitglied ist gewählt, wenn es die einfache Mehrheit der bei der Vollversammlung Anwesenden erhält.
Die 19 Ratsmitglieder wählen aus ihrer Mitte die beiden Sprecherinnen/Sprecher sowie eine Geschäftsführung. Die beiden Sprecherinnen/Sprecher repräsentieren den Rat für die Künste nach außen und führen die Verhandlungen.
Zu seiner Ergänzung und Verstärkung kann der Rat bis zu fünf Persönlichkeiten als Ratsmitglieder nachberufen.
Die Mitglieder des Rates geben sich selbst einen Rhythmus für ihre Sitzungen und bestimmen die Tagesordnung. Termine und Tagesordnung der Sitzungen werden durch die Geschäftsführung des Rates für die Künste umgesetzt.
Die Vertretung eines Ratsmitglieds für den Fall, dass dieses an einer Sitzung des Rates nicht teilnehmen kann, ist ausgeschlossen. Der Rat entscheidet, ob seine Sitzungen für Gäste offen sind.
Alle Teilnehmer der Vollversammlung können fortlaufend Vorschläge zur Tagesordnung des Rates für die Künste machen. Es besteht jedoch kein Anspruch auf Behandlung der vorgeschlagenen Themen durch die gewählten Mitglieder des Rates.
Der Rat für die Künste kann zu speziellen Fragen Arbeitsgruppen berufen und Fachtagungen initiieren. Die Arbeitsgruppen haben das Recht, sich zusätzlichen Sachverstand einzuholen und/oder sich durch Berufung ratsexterner Experten fachlich zu verstärken.
Scheidet ein Ratsmitglied innerhalb der Legislaturperiode aus dem Rat für die Künste aus, beruft der Rat der gewählten Mitglieder aus der für die Legislaturperiode zusammengestellten Wahlliste einen Kandidaten der gleichen Kategorie nach.
Nach Bedarf, jedoch mindestens ein Mal im Jahr, beruft der Rat für die Künste die Vollversammlung ein, berichtet über die Arbeit und diskutiert anfallende Probleme. Die Vollversammlung kann dem Rat per Beschlussfassung grundlegende Themen zur weiteren Bearbeitung aufgeben.
Verfassungsänderungen können von einer Vollversammlung mit 2/3 Stimmenmehrheit der Anwesenden vorgenommen werden. Anträge auf Änderung der Verfassung müssen schriftlich beim Rat für die Künste eingereicht und von diesem auf die Tagesordnung der nächsten Vollversammlung gesetzt sowie mit der Einladung zur „Vollversammlung aller Kulturschaffenden“ weitergeleitet werden.
Über eine Auflösung des Rates für die Künste kann nur mit einer Mehrheit von 2/3 der Stimmen der Anwesenden bei der Vollversammlung beschlossen werden.